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Die Töpferei von Hódmezõvásárhely ist nicht nur dadurch berühmt, dass hier eines der grössten Töpfereizentren war, sondern es ist einzigartig, dass drei Stile von den in der Stadt arbeitenden Töpfern herausgebildet wurden.
Die "tabáner" Töpfer, die im Stadteil Tabán lebten, wurden die "bunten" oder "gelben" genannt. Sie haben vielerlei farbige Glasur benutzt, davon war die charakteristischte Farbe die bunte Verzierung auf dem schwarzen oder rotbraunen Grund. Besonders die Vogelmotive waren bei ihnen beliebt. Die Meister vom Stadtteil "Csúcs" haben kobaltblaue Glasurverzierungen auf weißem Grund verwendet. Dieser Stil wurde gleichfalss in der 80ziger Jahren des XIX. Jahrhunderts herausgebildet, nach dem Muster des auch in Westeuropa verbreiteten Porzelanangeschirrs. Die "Neustädter" haben die alte Keramik, die für Türken charakteristischen Linien der grünen Farbenwelt am längsten bewahrt. Dies fällt besonders bei ihren Krügen ins Auge, dei fast ausschiesslich von ihnen angefertigt und mit gelben und grünen Glasurblumen verziert wurden.